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Aus dem Stamm Davids kommt Josef, so steht es in der Schrift. Er lebt treu dem Gesetz und der Verheißung Gottes. Über ihm die Schriftrolle mit dem Davidsstern. Josef kann als Zimmermann fest zupacken. Seine rechte Hand greift nach dem Balken, von ihm behauen und bearbeitet. Doch unten wächst etwas Neues, auf das er sich stützt. Es erinnert an das Wort des Propheten Isaias: Aus dem abgeschlagenem Baum wächst ein neuer Trieb. Über dem handwerklichen Tun steht immer das Größere, das nicht in unserer Hand liegt, sondern von Gott uns zuwächst. Wie ein Nagel sticht in sein Herz die Nachricht von dem für ihn unfassbaren Geschehen: Maria, seine Verlobte erwartet ein Kind. Ein Traum, eine göttliche Stimme deutet ihm das Unerwartete: Das Kind ist ein Kind göttlicher Verheißung. Mit der linken Hand greift er sich an den Kopf… Und diese Botschaft zerreißt ihn fast. Einerseits der bodenständige, nüchterneMensch, andererseits der glaubende, im Vertrauen auf Gott lebende Jude.  Josefs Blick geht zum Stern, der in Jesus allen Menschen leuchtet. Josef bildet durch seine Gestalt zusammen mit dem Balken das Zeichen des Kreuzes, an dem dieser Traum zerbrechen wird.                                                               Skulptur und Text: Robert Hegele
Josef